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aus dem Eventrecht

Diskothekenbetreiber im TV

Von Thomas Waetke 19. Februar 2012

Heute früh strahlte das Fernsehen eine Dokumentation über Diskotheken in Deutschland aus. Dabei hatten sich einige Mitwirkende mit bemerkenswerten Äußerungen hervorgetan.

Bei einer schlecht laufenden Groß-Diskothek ging es darum, dass mithilfe von Zusatzschichten der Laden aufgeräumt und aufgepeppt werden sollte, da die Geschäftsführer eben dies jahrelang verschlafen hatten.

Die Mitarbeiter wurden daher zur „freiwilligen“ Teilnahme an den Arbeiten aufgerufen. Als nur wenige Mitarbeiter am geplanten Samstag mittag „freiwillig“ erschienen, beschwerte sich der Betreiber vor der Kamera, dass er sich das nicht gefallen lassen und daraus Konsequenzen ziehen werde. Also: „Freiwillig“ war der Arbeitseinsatz wohl dann doch nicht.

Ein Hauselektriker hatte an dem Samstag der Umbauarbeiten bereits seit längerer Zeit private Ausflüge geplant. Das passte dem Chef nicht in den Kram, so dass der Zuschauer hören konnte, dass „das dann wohl sein letzter Einsatz hier war“.

An anderer Stelle zeigt sich der Arbeitgeber stolz, dass seine Mitarbeiter bei Aufbauarbeiten nicht „um fünf nach Hause gehen“, sondern „ergebnisorientiert“ arbeiten würden, d.h. bis alles fertig sei. Das ist zwar schön für den Chef und das Ergebnis, aber mit Blick auf das Arbeitszeitgesetz halt nicht unbedingt erlaubt. Oftmals spart sich ein Arbeitgeber Personalkosten, in dem er weniger Personal einsetzt, von diesem Personal aber dann mehr verlangt.