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aus dem Eventrecht

DIN-Norm und Stand der Technik

Von Thomas Waetke 11. Dezember 2014

Wer eine DIN-Norm nicht beachtet, obwohl er sie hätte beachten können und müssen, ist für den eingetretenen Schaden grundsätzlich verantwortlich: Die Nichteinhaltung der DIN-Norm ist ein Indiz für das Verschulden. Derjenige, der die Norm nicht beachtet, kann aber nachweisen, dass er andere geeignete Maßnahmen getroffen hat, um den Schaden abzuwenden. Gelingt ihm das aber nicht, ist er schadenersatzpflichtig.

Dies hat das Oberlandesgericht Düsseldorf nun entschieden; das Gericht bestätigt damit die ständige Rechtsprechung auch anderer Gerichte.

Dies gilt auch nicht nur für DIN-Normen, sondern allgemein für den „Stand der Technik“: Wer nicht nach dem Stand der Technik handelt, muss nachweisen, dass sein Vorgehen mindestens ähnlich „gut“ und geeignet ist wie der Stand der Technik, Schäden zu vermeiden. Gelingt dieser Nachweis nicht, macht man sich im Schadensfall schadenersatzpflichtig.