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aus dem Eventrecht
„Die Sicherheit des Besuchers hat Vorrang“

„Die Sicherheit des Besuchers hat Vorrang“

Von Thomas Waetke 3. Juni 2014

Die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften macht nicht immer Spaß (verstehe ich gar nicht :lol: ), geschweige denn man weiß überhaupt, dass es diese und jene Vorschriften gibt. Vorschriften nerven den einen oder anderen bei seiner Veranstaltungsplanung (auch das kann ich gar nicht verstehen…), und so mancher verschließt die Augen davor.  Den wankelmütigen Zweiflern unter uns macht es der Bundesgerichtshof ganz einfach, in dem er erfrischend klar jedem in sein Urteil schreibt, der es nicht glauben will: „Die Sicherheit der Besucher genießt unbedingten Vorrang vor den Interessen des Werbeveranstalters“.

Zu der Frage, ob Vorschriften einzuhalten sind, fühlt sich der BGH erst gar nicht bemüßigt, sich zu äußern – weil es schlicht selbstverständlich ist, schließlich sind Vorschriften keine Vorschläge zur freiwilligen Teilnahme.

Nur in den Fällen, in denen es keine Vorschriften gibt oder die Vorschrift eine Ausnahme bzw. Abweichung zulässt, hat man etwas Spielraum. In diesem Raum ergeben sich die Grenzen aus den Verkehrssicherungspflichten, nämlich einmal aus dem, was erforderlich ist, zum anderen aus dem, was zumutbar ist.

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Festivalbesucher am Bühnengraben: © Monkey Business - Fotolia.com