Aktuelles

Urteile, Vorfälle, Kommentierungen...
Der Streit um die Arbeitszeit geht weiter

Der Streit um die Arbeitszeit geht weiter

by 28. September 2018

An verschiedenen Stellen hat auch die Politik erkannt, dass die Wirtschaft mehr Flexibilität nicht schaden könnte. In der Diskussion ist auch die Arbeitszeit, die derzeit eine tägliche Arbeitszeit deckelt.

Die FDP hat nun einen Gesetzentwurf eingebracht, der anstelle der täglichen Arbeitszeit eine wöchentliche Arbeitszeit vorsieht.

„Die Einführung einer Umstellung von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit schafft neuen Spielraum und erhält zugleich die Schutzfunktion der Vorgabe einer Höchstarbeitszeit“ heißt es in dem Entwurf, der allerdings im Bundestag abgelehnt wurde. Diese Umstellung würde die Abschaffung des 8-Stunden-Tages bedeuten, der einst zum Schutz der Arbeitnehmer eingeführt worden sei, argumentierte bspw. die SPD-Fraktion.

Ebenfalls abgelehnt wurde ein Antrag der Fraktion Die Linke. Darin fordert sie u.a. die Verringerung der Wochenarbeitszeit von 48 auf 40 Stunden, und (zugegeben aus Sicht des Arbeitsschutzes nicht uninteressant):

  • eine Anti-Stress-Verordnung zum Schutz vor Gefährdungen durch psychische Belastungen bei der Arbeit zu erlassen. Als mögliche Gefährdungsfaktoren muss diese mindestens die Gestaltung der Arbeitsaufgabe, die Arbeitsorganisation, die sozialen Bedingungen, die Bedingungen des Arbeitsplatzes und der Arbeitsumgebung sowie die Arbeitszeit berücksichtigen. Für all diese Bereiche sind geeignete Beurteilungskriterien als Vorgaben für Gefährdungsbeurteilungen zu entwickeln, und
  • ein Recht auf Nichterreichbarkeit einzuführen.

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Frau schaut auf Armbanduhr und schreit: © detailblick - Fotolia.com