Veranstaltung Fotos DSGVO – was ist erlaubt?

Veranstaltung Fotos DSGVO – was ist erlaubt?

Veranstaltung Fotos DSGVO – drei Worte, die so manchen Veranstalter verzweifeln lassen. Wann darf man seine Veranstaltung bzw. die Besucher fotografieren?

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Seit Mai 2018 gilt die DSGVO: Davor hatte man nur differenziert zwischen der Herstellung des Fotos und der Verwertung des Fotos. Nunmehr differenziert man nach der Verwendung:

Wenn auf dem Foto personenbezogene Daten erfasst werden – z.B. das Gesicht – dann kommt die DSGVO ins Spiel!

Wird das Foto journalistisch oder wissenschaftlich verwendet, gilt wie bisher das Persönlichkeitsrechts, das im Kunsturhebergesetz geregelt ist.

Wird das Foto aber werblich verwendet, gilt die DSGVO. Das bedeutet u.a.:

  Der Veranstalter muss vorher überlegen, was er mit den Fotos vorhat: Er muss vorher die Zwecke festlegen, und sie auch an die Betroffenen kommunizieren.

  Er muss jedem Zweck eine Rechtsgrundlage zuordnen: Einwilligung? Berechtigtes Interesse? Dazu muss er vorher prüfen, was die geeignetste Rechtsgrundlage ist.

  Er muss den Besucher informieren („Datenschutzhinweise“, siehe Art. 13 DSGVO).

Ich bitte um Verständnis, dass/wenn ich hier auf dieser Plattform nicht alles kostenfrei preisgebe, was wir als Anwälte normalerweise im Rahmen eines Auftrages verdienen. Schauen Sie aber doch auch mal, ob Ihnen unsere Webinare, Seminare oder auch die Onlineberatung weiterhilft!

Typische Irrtümer

1.) „Hier werden Fotos gemacht“

Der schlichte Hinweis, dass auf der Veranstaltung Fotos gemacht werden, reicht in keinem Fall aus: Denn ist die DSGVO anzuwenden, dann sind die Datenschutzhinweise nach Art. 13 DSGVO notwendig.

2.) Aushang an der Tür

Der Aushang an der Tür kann ein Baustein von vielen sein. Aber:

Stützt sich der Veranstalter auf eine Einwilligung der Besucher als Rechtsgrundlage, dann reicht ein Aushang typischerweise nicht aus: Denn eine Einwilligung liegt nicht vor, wenn der Besucher einfach nur an dem Aushang vorbei geht. Der Besucher muss vielmehr eine aktive, bejahende Handlung vornehmen.

Der Aushang kann der Datenschutzinformation nach Art. 13 DSGVO dienen. Zum Verständnis: Stützt sich der Veranstalter auf sein berechtigte Interesse als Rechtsgrundlage, dann muss der Veranstalter nicht dafür sorgen, dass der Besucher „zustimmt“, er muss ihn nur informieren = die Informationen zur Verfügung stellen (z.B. durch einen Aushang).

3.) Gilt nur für Besucher

Werden auf den Fotos personenbezogene Daten erfasst, müssen alle Betroffenen informiert werden: Egal ob das Besucher sind, oder bspw. auch Mitarbeiter der Dienstleister oder Künstler usw.

Weitere Infos zum Datenschutzrecht.

www.eventfaq.de/buch-shopwww.eventfaq.de/onlineberatung-veranstaltungsrecht

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):