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Das Kompetenzzentrum der VBG für Betriebe mit unter 10 Beschäftigten

Das Kompetenzzentrum der VBG für Betriebe mit unter 10 Beschäftigten

by 23. Juli 2018

Die Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) hat mit der Betreuung durch Kompetenzzentren und dem dazugehörigen VBG-KPZ-Portal eine weitere Betreuungsform speziell für Unternehmen bis 10 Beschäftigte geschaffen.

Unternehmer haben die Möglichkeit, neben der kostenfreien Beratung über die KPZ-Hotline auch Zugang zu den allgemeinen und branchenspezifischen Informationen zu erhalten, mit denen der Arbeitsschutz praxisnah in den betrieblichen Alltag integriert werden kann. Was muss man tun? Nur einen Praxis-Check durcharbeiten und „bestehen“, dann erhält man eine Urkunde, die zum Zugang zur KPZ-Hotline berechtigt.

Die Vorgabe ergibt sich aus der DGUV Vorschrift 2. Dort heißt es in § 2 Absatz 1:

„Der Unternehmer hat Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit zur Wahrnehmung der in den §§ 3 und 6 des Arbeitssicherheitsgesetzes bezeichneten Aufgaben schriftlich nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen zu bestellen. Der Unternehmer hat dem Unfallversicherungsträger auf Verlangen nachzuweisen, wie er die Verpflichtung nach Satz 1 erfüllt hat.“

Der Umfang der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung richtet sich (siehe § 2 Absatz 2-4) …:

  • bei Betrieben mit bis zu 10 Beschäftigten nach Anlage 1.
  • bei Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten gelten die Bestimmungen nach Anlage 2. Abweichend davon kann der Unternehmer nach Maßgabe von

    • Anlage 3 ein alternatives Betreuungsmodell wählen, wenn er aktiv in das Betriebsgeschehen eingebunden ist und die Zahl der Beschäftigten
      • bis zu 30 Beschäftigte bei
        • Betrieben für gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung
        • Betrieben von Kultur- und Unterhaltungseinrichtungen
      • und bis zu 50 Beschäftigte bei sonstigen Betrieben beträgt.
    • Anlage 4 ein alternatives Betreuungsmodell durch Kompetenzzentren wählen, wenn er aktiv in das Betriebsgeschehen eingebunden ist und die Zahl der Beschäftigten bis zu 10 beträgt.

Und eben beim letzten Punkt greift das neue KPZ-Portal der VBG:

Als Voraussetzung für die Teilnahme am alternativen Betreuungsmodell der bedarfsorientierten betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung durch Kompetenzzentren wird der Unternehmer zu Fragen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes im Betrieb informiert und für die Durchführung der erforderlichen Maßnahmen motiviert. Die alternative bedarfsorientierte betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung besteht aus Motivations- und Informationsmaßnahmen, und der Inanspruchnahme der bedarfsorientierten Betreuung.

Zum KPZ-Portal der VBG

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