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aus dem Eventrecht

Das Jahr 2013 beginnt turbulent und feurig

Von Thomas Waetke 2. Januar 2013

Hallo 2013! Die Silvesternacht hat den Feuerwehren, der Polizei und den Rettungsdiensten wieder viel Arbeit verschafft. So setzte ein Feuerwerkskörper kurz nach Mitternacht ein Reetdach eines Gebäudes im Einkaufszentrum Centro in Oberhausen (NRW) in Brand. Der in dem Gebäude befindliche Irish Pub, in dem eine Silvesterparty stattfand, musste geräumt werden, ebenso an den Irish Pub angrenzende Gaststätten. Zwei Personen wurden durch Rauchentwicklung leicht verletzt.

Grundsätzlich ist das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in der Nähe von Reet- und Fachwerkhäusern verboten (§ 23 Abs. 1 der 1. SprengVO). Durch diese Regelung hatte der Gesetzgeber auf frühere zahlreiche Brände in den Innenstädten reagiert. In vielen Altstädten in Deutschland ist damit das Feuerwerk auch an Silvester grundsätzlich verboten. Auch die französzische Hauptstadt Paris hat seit der Silvesternacht 2011/2012 ein striktes Feuerwerksverbot verhängt, nachdem zuvor durch Brände zahlreiche Gebäude zerstört und Menschen verletzt wurden.

Es wird nun auch für die Anzahl der Gerichtsverfahren steigen, da zahlreiche Verletzte Schadenersatzansprüche bei Hotels, Pyrotechnikern, Herstellern und Nachbarn geltend machen werden.