CR & CSR

Begriff aus dem Lexikon
CR & CSR

CR und CSR, was bedeutet das? CSR = Corporate Social Responsibility bzw. CR = Corporate Responsibility.

Beide Begriffe beschreiben die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens. Darunter versteht man sowohl soziale Aspekte, aber auch ökologische und ökonomische, z.B.

  • Fairness im Geschäftsalltag,
  • mitarbeiterorientierte Personalstrukturen,
  • soziale Verantwortung oder
  • Sparsamkeit beim Einsatz von Ressourcen und Schutz von Klima und Umwelt.

Die EU beschreibt CSR als “Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft” (Mitteilung der EU-Kommission vom 25.10.2011).

Ernst gemeinte CSR-Maßnahmen können durchaus auch einen Beitrag zum Unternehmenserfolg beisteuern: Zufriedene Mitarbeiter sind produktiver; Kunden honorieren die lokale oder regionale Verwurzelung usw.

In der Veranstaltungsbranche spielt das Thema Nachhaltigkeit immer stärker eine Rolle. Allerdings fällt es leicht, nachhaltige Arbeit nur zu propagieren – es ist aber schwieriger, sie tatsächlich im eigenen Betrieb umzusetzen: Da kauft man dann doch billiger über Amazon ein, da mietet man doch die günstigere Variante aus Osteuropa und lässt die Veranstaltungstechnik durch ganz Deutschland kutschieren, wenn man dadurch ein paar Euro sparen kann.

CSR, CR, Nachhaltigkeit und auch Compliance können aber dem Unternehmen auch eine höhere Reputation verschaffen. Umso interessanter wird der Deckmantel auch für Unternehmen, die gerne damit werben, aber tatsächlich sich nicht an die eigenen großen Worte halten. Ein solches Verhalten ist unlauter und damit wettbewerbswidrig. Aber: Ein anderer Unternehmer muss das erst einmal bemerken und beweisen können.

Rechtskonformes Verhalten, faires Verhalten und ethisches Verhalten kostet Geld, Zeit und Mühen. Es ist leicht, sich auf sein Fähnchen zu schreiben: Rechtskonformität, Werte, Fairness, Ethik, Nachhaltigkeit. Allzu oft aber nimmt man es dann aber nicht so genau, wenn es um die tatsächliche Umsetzung im eigenen Unternehmen geht. Übersehen wird oft, dass man in der Werbung aufpassen muss, wie man mit was wirbt:

So ist bspw. die Werbung mit “Rechtskonformität” zumindest kritisch, da man nicht mit Selbstverständlichkeiten werben darf: Es ist aber (eigentlich!) eine Selbstverständlichkeit, dass man sich rechtskonform verhält bzw. zu verhalten hat.

Die Werbung mit dem Begriff “Nachhaltigkeit” wäre dann unzulässig, wenn man letztlich nicht in bedeutendem Umfang tatsächlich nachhaltig arbeitet bzw. handelt. Hier besteht jedoch noch in gewisser Weise ein Deutungsspielraum, da nirgendwo wirklich der Begriff der Nachhaltigkeit definiert ist: Ab wann handelt man nachhaltig? Bis wann tut man es nicht?

Tatsächlich kann ein Unternehmen seinen Erfolg messbar steigern, wenn es nicht nur fachlich ordentlich arbeitet, sondern eben auch fair, ethisch sauber, nachhaltig usw.: Zufriedene Mitarbeiter sind produktiver, Kunden honorieren die lokale oder regionale Verwurzelung, Dienstleister honorieren den fairen Umgang mit ihnen bestenfalls durch Weiterempfehlung oder auch besserer Leistung.

In der Veranstaltungsbranche gibt es die verschiedenen Bemühungen, wieder zum redlichen kaufmännischen Verhalten zurückzufinden. Tatsächlich stelle ich aber immer wieder fest: Der Obere kickt den Unteren… wenn es darum geht, Geld zu sparen oder sich beim Kunden zu profilieren, ist schnell Schluss mit rechtskonform, Ethik, Moral und Werten…

 

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