Charter

Begriff aus dem Lexikon
Charter

Der Begriff „Charter“ entspricht im deutschen Recht der Miete bzw. Überlassung bspw. eines Schiffs oder eines Flugzeugs.

So chartert bspw. ein Veranstalter ein Flugzeug, und befördert damit seine Gäste. Er bestimmt dabei Ort und Zeit des Abflugs und der Ankunft. Auf der anderen Seite steht der „Linienflug“, da hat aber der Veranstalter keinen Einfluss auf Ort und Zeit.

Man kann noch weiter unterscheiden

  • die Zeitcharter, dabei werden das Flugzeug bzw. das Schiff für einen bestimmten Zeitraum überlassen, sowie
  • die Reisecharter, dabei werden das Flugzeug oder das Schiff für eine bestimmte Reise unabhängig von der Zeitdauer überlassen.

Juristisch ist die Einordung des Charter-Vertrages oft schwierig: Es kann sich um einen Mietvertrag handeln, aber auch um einen Werkvertrag (dabei besteht der Erfolg bspw. in der Sammelbeförderung der Gäste) oder auch um einen Dienstvertrag.

Für den Flugcharter gelten im Übrigen (fast) dieselben Regeln wie für Linienflüge, d.h. u.a. auch das Montrealer Flugabkommen, das bspw. die Höhe von Schadenersatzansprüchen festlegt oder die Pflichten der Fluggesellschaft bei Ausfall oder Verspätung des Flugs.

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