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aus dem Eventrecht
Chaos bei Abiparty

Chaos bei Abiparty

Von Thomas Waetke 19. März 2012

Bei einer Vorfinanzierungsparty in Schwelm musste der Betreiber der Eventhalle die Einlass sperren, nachdem immer mehr zumeist jugendliche Besucher in die Halle drängten. Offenbar wurden mehr Karten verkauft als es Besucherplätze gab.

Der Veranstalter gibt sich laut Pressemeldungen unschuldig; Er gab den Kartenmehrverkauf zu, liefert aber zugleich eine Erklärung: Man war davon ausgegangen, dass die 16-Jährigen die Party um Mitternacht verlassen würden und ältere Besucher erst nach Mitternacht kommen würden.

Dieser Plan ging offenbar nicht auf, da erheblich mehr Besucher vor der Tür standen als erwartet. Gegen Mitternacht, als die 16-Jährigen und Jüngeren die Party verlassen s/wollten, kam es zudem noch zu einem Durcheinander an der Garderobe. Diese befand sich ungeschickterweise im Eingangsbereich, wodurch es zu Stauungen kam.

Der Betreiber hat richtig reagiert: Er ist dafür verantwortlich, dass lediglich die zulässige Personenzahl eingelassen wird, und muss ggf. den weiteren Zugang stoppen (§ 32 Abs. 1 SBauO NRW, allgemein: § 32 MVStättVO).

Neben dem Betreiber sind dafür übrigens auch verantwortlich:

  • Ordnungsdienstleiter und Ordnungsdienstmitarbeiter, § 43 Abs. 4 SBauO NRW, § 43 MVStättVO,
  • Veranstalter im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflichten.

 

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