News + Aktuelles

aus dem Eventrecht

Bus fährt in Marathon-Besucher

Von Thomas Waetke 29. Mai 2011

In Stockholm (Schweden) sind gestern 6 Zuschauer eines Marathons zum Teil schwer verletzt worden, als ein Bus von hinten in die Zuschauermenge fährt.

Zuvor war der Bus aus noch unbekannten Gründen außer Kontrolle geraten und von der Straße mehrere Stufen auf einen Platz heruntergefahren, wo die Zuschauer standen.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Dem Veranstalter des Marathons dürfte man hier keinen Vorwurf machen. Der Marathon führte über einen Platz abseits der Straße, zwischen Platz und Straße befanden sich mehrere Stufen. Ein Veranstalter muss nicht damit rechnen, dass ein Fahrzeug dort hinunter fährt und dadurch Besucher verletzt werden könnten.

Der Veranstalter ist dafür verantwortlich, alles Erforderliche und Zumutbare zu unternehmen, um Schaden von seinen Besuchern abzuhalten. Dabei muss er nicht alles erdenklich Mögliche tun, er muss seine Besucher also nicht vor allem schützen, was theoretisch passieren könnte. Ein gewisses Restrisiko darf also verbleiben, je abwegiger die Verwirklichung des Risikos ist.

Verantwortlich wären also „nur“ der Busfahrer und/oder das Busunternehmen, wenn das Fahrzeug bspw. nicht ordentlich gewartet wurde oder der Busfahrer nicht aufgepasst hätte.