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Besucher wollen sich nicht helfen lassen?

Besucher wollen sich nicht helfen lassen?

Von Thomas Waetke 18. Mai 2016

Bei einer Veranstaltung in Inning (Bayern) trat in der Nacht auf Sonntag ein Phänomen zu Tage, das nicht neu ist. Eine Situation ist gefährlich bzw. kritisch, die Polizei greift ein, aber niemanden interessiert das. Bei der Party drängten immer Besucher in einen Barbereich. Die eingesetzten Security riefen die Polizei, als sie der Lage nicht mehr Herr wurden. Aber auch die Polizei konnte die Menge nicht bewegen, den überfüllten Barbereich zu verlassen. Mehrere Polizeistreifen waren schließlich nötig, den Bereich zu räumen, es kam sogar zu Widerstandshandlungen, zuvor sollen schon die Security bedroht worden sein, die den Bereich zunächst selbst räumen wollten.

Gerade auch für den anstehenden Sommer mit seinen Open Air-Veranstaltungen stellt sich die Frage, wie sehr ein Veranstalter seine Besucher schützen muss. Maßgeblich für die Verkehrssicherungspflicht ist (auch) die Erwartungshaltung des durchschnittlichen Besuchers. Gerade bei Räumungen wegen einem nahenden Unwetter hört man oft genug, dass Besucher uneinsichtig sind und teilweise sogar das Personal des Veranstalters angehen, die die Räumung vornehmen sollen.

 

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  • Kleiner Junge mit „no no“: © candy1812 - Fotolia.com