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aus dem Eventrecht

Besucher stürzt bei Weltende-Party 8 Meter tief

Von Thomas Waetke 27. Dezember 2012

Ein Disko-Besucher kam dem von den Maya angeblich vorausgesagten Weltuntergang näher als gedacht: Bei einer „Weltende“-Party am vergangenen Wochenende in einer Disko im belgischen St. Vith ist ein Besucher 8 Meter in die Tiefe gestürzt, nachdem er in einem eigentlich abgesperrten Bereich über eine Leiter einen VIP-Bereich erreichen wollte.

Sein Fall wurde von einer Zwischendecke gebremst, sonst wäre er noch tiefer auf den Betonboden der Disko gefallen. Er wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Der Verletzte (bzw. seine Krankenkasse) dürfte wohl keine Ansprüche gegen den Veranstalter haben: Immerhin scheint der Bereich, in dem sich die Leiter befunden hatte, abgesperrt gewesen zu sein. Wenn der Besucher aber sich illegal in Bereichen aufhält und dann eine erkennbar nicht für den Besucher gedachte Leiter benutzt. Derjenige, der für die Sicherheit verantwortlich ist, ist nicht dafür verantwortlich, dass seine Sicherheitsmaßnahmen manipuliert oder übergangen werden. Der Besucher verwirklicht dann sein eigenes Lebensrisiko.

Anders wäre es natürlich, wenn die Leiter bzw. der Bereich nicht ernsthaft abgesperrt war oder die Absperrung gar nicht richtig erkennbar war, z.B. weil der Veranstalter nur ein paar Stühle in einer Reihe aufgestellt hat, die eine Absperrung symbolisieren sollten.

Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag Wer sich über Sicherungsmaßnahmen hinwegsetzt, ist selbst schuld.