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aus dem Eventrecht

Becherwerfer verurteilt

Von Thomas Waetke 10. Februar 2012

Im April 2011 hatte ein Zuschauer während der Bundesligapartie St. Pauli gegen Schalke einen Bierbecher auf das Spielfeld geworfen und dabei einen Schiedsrichterassistenten am Kopf getroffen und verletzt. Das Spiel wurde daraufhin abgebrochen.

Der Werfer wurde nun wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 12.000 Euro auf Bewährung verurteilt. Gegen dieses Urteil haben allerdings sowohl der Werfer (er will einen Freispruch) als auch die Staatsanwaltschaft (ihr ist die Bewährung zu lasch) Berufung eingelegt.

Für den Werfer geht es um viel: Würde sich seine Verurteilung bestätigen, plant der betroffene Fußballclub, den Werfer auf Schadenersatz in Anspruch zu nehmen. Dabei soll es immerhin um 400.000 Euro gehen, die durch den Spielabbruch an Kosten aufgelaufen sind.