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aus dem Eventrecht

BAuA veröffentlicht Bericht für 2010

Von Thomas Waetke 28. Februar 2012

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat ihren „Bericht Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2010“ veröffentlicht.

Danach ist die Zahl der Unfälle im Vergleich zu den Vorjahren leicht angestiegen. Dies liegt aber daran, dass auch die Zahl der Beschäftigten gestiegen sei, so die BAuA.

Für 2010 liegt die Unfallquote je 1.000 Vollzeitarbeitnehmer bei 27,4.

Hier einige Daten in Bezug auf die Eventbranche aus dem BAuA-Bericht (Quelle: BMAS/BAuA (2012): Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2010. Download von www.baua.de/suga), den vollständigen Bericht finden Sie hier.:

1.) Meldepflichtige Arbeitsunfälle:

  • Insgesamt: 1.045.816.
  • In der Gastronomie: 29.064.
  • In Berufen der kreativen, künstlerischen und unterhaltenden Tätigkeiten: 1.597.
  • In Berufen der Erbringung von Dienstleistungen des Sports, der Unterhaltung und der Erholung: 15.405.

2.) Tödliche Unfälle:

  • Arbeitsunfälle insgesamt: 674.
  • Wegeunfälle insgesamt: 373.
  • In der Gastronomie: 4.
  • In Berufen der kreativen, künstlerischen und unterhaltenden Tätigkeiten: 1.
  • In Berufen der Erbringung von Dienstleistungen des Sports, der Unterhaltung und der Erholung: 6.

3.) Anzeigen auf Verdacht von Berufskrankheiten bei Lärm: 11.452.

4.) Sonstige interessante Daten:

  • Besichtigte Betriebe: 121.990.
  • Personalstand Gewerbeaufsichtspersonal: 3.029 (im Vergleich 2008: 3.218).
  • Volkswirtschaftliche Verluste durch Arbeitsunfähigkeit: 1,1 Mio. Erwerbsjahre.
  • Produktionsausfall anhand der Lohnkosten: Ca. 39 Mrd. Euro.
  • Durch Verlust an Arbeitsproduktivität an Bruttowertschöpfung:  Ca. 68 Mrd. Euro.
  • Anzahl Arbeitsunfähigkeitsfälle pro 100 Versicherte: 114,7.
  • Durchschnittliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit: 12,1 Tage.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Arbeitsschutz wird oftmals nur stiefmütterlich behandelt. Die Zahlen belegen, dass Arbeitsschutz aber schon aus rein wirtschaftlichen Gründen nicht nur Sinn macht, sondern auch unbedingt geboten ist. Die Vorsorgekosten sind regelmäßig niedriger als die Kosten der Nachsorge, Produktionsausfall oder Mitarbeiterausfall.

Abgesehen davon sind Verstöße gegen arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen regelmäßig eine Ordnungswidrigkeit, teilweise sogar eine Straftat.