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aus dem Eventrecht

Ausländer an der Tür abgewiesen: 1000 Euro Schadenersatz

Von Thomas Waetke 14. August 2013

Eine Diskothek in Hannover wurde verurteilt, einem Deutsche türkischer Herkunft einen Schadenersatz in Höhe von 1000 Euro zu bezahlen: Ein Türsteher hatte den Mann zuvor abgewiesen, zeitgleich aber andere Gäste ohne Migrationshintergrund eingelassen. Darin sah das Gericht eine Diskriminierung. Außerdem wurde der Betreiber verurteilt, den Mann künftig einzulassen – anderenfalls droht nun ein Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro.

Das Urteil reiht sich damit ein in eine konsequente Rechtsprechung zur Diskriminierung am Einlass aufgrund der Rassenzugehörigkeit: Das „Antidiskriminierungsgesetz“ verbietet eine Diskriminierung u.a. wegen der Rasse, Alter, Geschlecht oder Religion.

Da der Türsteher offenkundig diesen Mann abwies, andere Gäste nachweislich aber hineingelassen hatte, konnte sich der verklagte Betreiber nicht auf „wir sind voll“ berufen: Wenn bspw. die maximal zulässige Besucherzahl erreicht ist, darf er niemanden mehr hineinlassen – das wäre dann keine Diskriminierung, weil der Ausländer dann nicht vor der Tür bleibt, weil er Ausländer ist, sondern weil der Laden voll ist.