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aus dem Eventrecht

Auf in den Kampf: Mit 50.000 Euro gegen die GEMA

Von Thomas Waetke 1. August 2013

Dass die GEMA ein Monopol für die Musikverwertungsrechte hat, dürfte hinlänglich bekannt sein. Gegen diese Monopol tritt nun etwas Kleines an, das etwas Großes hinter sich hat.

Die Cultural Commons Collecting Society (C3S) sammelt Geld für eine „faire Konkurrenz“ zum Monopolisten GEMA. Dafür hilft man sich mit dem Crowdfunding und benötigt bis September 50.000 Euro – bereits zwei Wochen nach dem Start sind schon über 47.000 Euro zusammen gekommen.

Ziel der C3S soll sein, den Kulturschaffenden ihre Rechte selbst zu bestimmen und freie (nicht unbedingt kostenlose) Inhalte zu bieten. So soll auch jedes Mitglied eine eigene Stimme haben.

Zum Hintergrund:

Die C3S wäre eine neue Verwertungsgesellschaft, die wie die GEMA vom Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) beaufsichtigt werden würde: Es gilt dann auch für sie u.a. das Urheberrechtswahrnehmungsgesetz, d.h. auch die C3S könnte dann nicht einfach machen, was sie will.

Die GEMA ist nicht etwa ein staatliches Unternehmen – jeder kann, wenn er will, eine Verwertungsgesellschaft neben der GEMA gründen, die Rechte der Komponisten wahrnimmt. Allerdings hat die GEMA den großen Vorteil, seit Jahrzehnten auf dem Markt national und international sich postiert und einen entsprechenden Verwaltungsapparat aufgebaut zu haben. Man kann ja über die GEMA schimpfen wie man will, aber solch massenhafte Rechte und Verwertungen durch unzählige Radiostationen, TV-Sender und Veranstaltungen wollen auch erst einmal verwaltet und bearbeitet werden.