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aus dem Eventrecht

Arbeitszeit: Die Ruhezeit

Von Thomas Waetke 12. März 2012

In früheren Beiträgen haben wir uns allgemein der Arbeitszeit auf Veranstaltungen und den Pausen gewidmet. Als dritten Aspekt schauen wir uns nun einmal die Ruhezeiten genauer an:

Die Ruhezeit ist eine arbeitsfreie Zeit zwischen dem Ende der einen Arbeitszeit und dem Beginn der nächsten Arbeitszeit. Sie ist geregelt in § 5 Arbeitszeitgesetz.

Die Ruhezeit beträgt grundsätzlich 11 Stunden, sie darf auch nicht unterbrochen werden. Wenn der Arbeitnehmer immer mal wieder arbeiten muss, beginnt die 11-stündige Ruhezeit immer wieder neu.

Eine Ausnahme kann es ggf. dann geben, wenn der Arbeitnehmer in seiner Ruhezeit eine geringfügige und nicht belastende Unterbrechung hat, bspw. weil ein Kollege telefonisch eine Nachfrage hat.

Mehrere kurze „Ruhezeiten“ werden nicht zusammengerechnet: Wenn der Arbeitnehmer seine Arbeitszeit in mehrere Zeitabschnitte aufsplitten muss und dazwischen 3-4 Stunden „Pause“ hat, dann ist das keine Ruhezeit. Die Ruhezeit muss grundsätzlich am Stück und ununterbrochen 11 Stunden andauern.

Die 11-stündige Ruhezeit kann u.a. in Gaststätten oder beim Rundfunk auf 10 Stunden verkürzt werden, wenn dafür eine andere Ruhezeit auf 12 Stunden innerhalb eines Monats erhöht wird (§ 5 Abs. 2 ArbZG).