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„Arbeitswelt im Wandel“ liefert Zahlen im Arbeitsschutz

„Arbeitswelt im Wandel“ liefert Zahlen im Arbeitsschutz

Von Thomas Waetke 11. Mai 2015

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat arbeitsschutzrechtlich relevante Zahlen für 2013 in ihrer Broschüre „Arbeitswelt im Wandel“ veröffentlicht.

Häufigste Krankheit 2013 ist demnach die Lärmschwerhörigkeit (mit knapp 7.000 anerkannten Fällen und über 12.000 Verdachtsanzeigen). Als psychisch belastendste Arbeitsbedingung wird der starke Termin- und Leistungsdruck genannt (bei Männer und Frauen je über 34 %). Immerhin 9% der Männer (5,4% der Frauen) geben an, dass belastend auch sei die Auswirkung kleiner Fehler auf hohe finanzielle Schäden.

Die Zahlen sind extrem:

2013 hat es nach Berechnungen der BAuA in der Summe 1,6 Millionen ausgefallene Erwerbsjahre gegeben (= 567 Millionen Tage). Die BAuA schätzt daher den Produktionsausfall für 2013 auf ca. 59 Milliarden Euro; rechnet man den Verlust der Arbeitsproduktivität dazu („Ausfall an Bruttowertschöpfung“) steht für 2013 ein Ausfall von 103 Milliarden Euro = 103.000.000.000,00 Euro allein für 2013.

Man sieht: Arbeitsschutz dient nicht nur der Gesundheit der Beschäftigten, sondern zugleich auch der Wertschöpfung und dem Geldbeutel: Natürlich kosten Arbeitsschutzmaßnahmen Geld – sie sparen aber (zumindest langfristig) zugleich auch Geld, da es zu weniger Ausfällen und Arbeitsplatzwechseln kommt.

 

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  • Zwei Arbeiter klettern im Gerüst: © krizz7 - Fotolia.com