Wann ist man scheinselbständig?

Wann ist man scheinselbständig?

Von Scheinselbständigkeit spricht man, wenn eine Person nur zum Schein selbständig, sondern in Wahrheit sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist.

Beispiel: Der Freelander, der einen Auftrag von der Eventagentur erhält. Er verletzt sich während seiner Tätigkeit, und dabei stellt sich heraus, dass der Freelancer gar nicht „frei“ ist, sondern bestimmte Kriterien eines typischen Arbeitnehmers erfüllt.

Das Thema findet sich deshalb hier beim Arbeitsschutz, weil es ja um einen Arbeitnehmer geht, der angeblich selbständig bzw. frei sein soll: Er verliert dadurch aber nicht etwa seinen Anspruch auf Arbeitsschutz, nur weil er „zum Schein“ selbständig ist.

Achtung:

  • Allein der Wille, keinen Scheinselbständigen haben zu wollen, reicht nicht aus.
  • Allein die Bezeichnung als „frei“ reicht auch nicht aus.
  • Andererseits heißt es aber nicht, wenn bspw. eines von mehreren Kriterien eines Scheinselbständigen erfüllt ist (z.B. Vorgabe der Arbeitszeit), dass die Person damit automatisch scheinselbständig wäre.
  • Maßgeblich ist stets die sog. „Gesamtschau“ aller Umstände.

Weil das Thema so wichtig ist, haben wir ihm einen eigenen Lexikoneintrag gewidmet:

zum Begriff „Scheinselbständigkeit“

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