Psychische Belastung am Arbeitsplatz

FAQ zum Arbeitsschutzrecht
Psychische Belastung am Arbeitsplatz

Inwieweit muss der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmer, der Veranstaltungen plant und durchführt, vor psychischen Beeinträchtigungen schützen?

Ein paar Beispiele:

  • Der Mitarbeiter steht unter Zeitdruck.
  • Dem Mitarbeiter stehen wenige Ressourcen (Personal, Geld, Material) zur Verfügung.
  • Der Mitarbeiter erkennt Gefahren, kann diese aber (bsw. mangels Geld oder Zeit) nicht ausreichend beseitigen.
  • Die eingesetzten Mitarbeiter verfügen über nicht ausreichend Fachwissen, um beurteilen zu können, was richtig und falsch ist.
  • Die Verantwortung des Mitarbeiters ist außerordentlich hoch.

Der Gesetzgeber hat psychische Belastungen als Gesundheitsrisiken erkannt und entsprechende Pflichten für den Arbeitgeber normiert. So sieht § 5 Arbeitsschutzgesetz eine Gefährdungsbeurteilung speziell in diese Richtung vor:

Der Arbeitgeber hat durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdung zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind. Eine Gefährdung kann sich insbesondere ergeben durch

  • unzureichende Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten,
  • psychische Belastungen bei der Arbeit.

Dementsprechend sind Arbeitgeber aufgefordert, Maßnahmen zum Schutz ihrer Beschäftigten zu treffen, z.B.

  • durch Schulungen, Ausbildung, Fortbildung,
  • in dem sie ausreichende Ressourcen zur Verfügung stellen,
  • oder auch schlicht „Rückendeckung bieten“ bei schwierigen Entscheidungen.

Die Verwaltungsberufsgenossenschaft stellt dazu eine Handlungshilfe für die betriebliche Praxis zur Verfügung: „Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung“. Sie liefert Basisinhalte zur Ermittlung und Bewertung der psychischen Belastung im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung.

Download der Handlungshilfe als pdf

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