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62/17 Kampf gegen den Alkohol mit SMS

62/17 Kampf gegen den Alkohol mit SMS

13. März 2017

In der Schweiz hat eine Studie gezeigt, dass sich junge Menschen vom Alkoholexzess abhalten lassen, wenn sie im richtigen Moment eine SMS erhalten, das vor übermäßigem Alkoholkonsum warnt. Innerhalb von 6 Monaten reduzierte sich der Anteil der „Rauschtrinker“ von 47 auf 41 Prozent; in einer Vergleichsgruppe, die keine SMS erhalten hatte, erhöhte sich dagegen der Anteil der Rauschtrinker.

Dafür, dass Alkohol nicht nur für Krankheiten verantwortlich ist, sondern auch für eine Vielzahl von Unfällen, aber auch Gewalttaten, ist doch ein solcher Versuch begrüßenswert.

Dabei fallen nicht nur junge Menschen in Diskotheken auf: Regelmäßig fragen mich Mandanten, wie sie mit den Risiken durch Alkohol umgehen sollen – bspw. auf Incentive-Veranstaltungen mit Kunden oder wichtigen Mitarbeitern, die sich „volllaufen lassen und hinterher anfangen zu randalieren“ oder im Vollrausch meinen, an den geplanten Aktionen wie Kanufahren oder Fallschirmspringen teilnehmen zu können.

Die Gewerkschaft GDL forderte jüngst einen Verkaufsstopp von Alkohol in den Bordrestaurants der Bahn, um Aggressivität und Enthemmung zu verhindern. Allerdings wird auch weiterhin Alkohl verkauft werden: Gewalt in Bordrestaurants spiele statistisch keine Rolle, so die Bahn.

 

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Anstoßen mit Bierkrügen: © Jürgen Fälchle - Fotolia.com