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58/17 Lehrer: Keine Unfallversicherung bei Volleyballturnier des Fördervereins

58/17 Lehrer: Keine Unfallversicherung bei Volleyballturnier des Fördervereins

by 8. März 2017

Das Thema Unfallversicherung spielt für Arbeitnehmer, die auf dem Weg von oder zur Arbeit oder auf der Arbeit einen Unfall erleiden, eine wichtige Rolle – schon alleine, weil die Leistungen der Unfallversicherung deutlich umfangreicher sind als die der Krankenversicherung.

Bei vielen Veranstaltungen glauben die Teilnehmer oft irrtümlich, dass sie unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung fallen.

So erging es auch einer Lehrerin einer Schule, die an einem Volleyballturnier teilnahm, das der Förderverein der Schule organisiert hatte. Sie verletzte sich dabei am Knie, und das Sozialgericht hat ihr nun die Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung verweigert. Das Argument: Das Turnier sei weder eine betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung noch eine schulische Veranstaltung. Eingeladen hatte der Förderverein; die Schulleitung hatte die Teilnahme zwar gebilligt, das alleine aber führt nach Ansicht des Sozialgerichts Dresden nicht automatisch in den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Ebenso finden sich Beispiele bei Incentive-Veranstaltungen für Mitarbeiter: Auch hier handelt es sich nicht um betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung – denn es nehmen ja typischerweise nur ausgewählte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teil. Kritisch sind auch Aktivitäten außerhalb einer betrieblichen Gemeinschaftsveranstaltung, z.B. wenn einige Beschäftigte in einer Pause während des Betriebsausfluges Fußball spielen.

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  • Krankenwagen mit Sanitäter (Symbolbild): © chalabala - Fotolia.com