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53/18 Die 8 Stunden sind 100 Jahre alt

53/18 Die 8 Stunden sind 100 Jahre alt

by 27. Februar 2018

Seit dem 22.02.1918 gibt es den gesetzlich geregelten 8-Stunden-Tag: 8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Freizeit und 8 Stunden Schlaf hieß seinerzeit die Devise. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat die Meilensteine und aktuelle Fakten zum 8-Stunden-Tag in einer Broschüre zusammengestellt.

Einer Umfrage zufolge machen 66 % der Beschäftigten spätestens 9 Stunden Feierabend, dagegen 11 % erst nach zehn Stunden Arbeit.

Gerade die Veranstaltungsbranche ist aber oft der Meinung, dass es ausgeschlossen sei, bei Veranstaltungen die gesetzlichen Vorgaben überhaupt einhalten zu können. Aber wie so oft, ist es oft einfach auch eine Frage des Wollens – vielleicht auch mit der Folge, dass nicht mehr alles genauso billig zu haben ist wie bisher.

Übrigens:

Volljährige Auszubildende können grundsätzlich nach dem Schulbesuch am selben Tag noch im Betrieb eingesetzt werden, solange die Schulzeit mit Pausen und Weg (zur Schule und von der Schule) sowie die anschließende Arbeitszeit insgesamt nicht länger als 8 Stunden dauern.

Und:

Unter anderem Leitende Angestellte fallen aus dem Anwendungsbereich des Arbeitszeitgesetzes heraus (§ 18 Abs. 1 Nr. 1 ArbZG). “Leitend” ist ein Angesteller aber nur, wenn er die Voraussetzungen des § 5 Abs. 3 Betriebsverfassungsgesetz erfüllt, d.h. wer nach Arbeitsvertrag und Stellung im Unternehmen oder im Betrieb

  • zur selbständigen Einstellung und Entlassung von im Betrieb oder in der Betriebsabteilung beschäftigten Arbeitnehmern berechtigt ist, oder
  • Generalvollmacht oder Prokura hat und die Prokura auch im Verhältnis zum Arbeitgeber nicht unbedeutend ist, oder
  • regelmäßig sonstige Aufgaben wahrnimmt, die für den Bestand und die Entwicklung des Unternehmens oder eines Betriebs von Bedeutung sind und deren Erfüllung besondere Erfahrungen und Kenntnisse voraussetzt, wenn er dabei entweder die Entscheidungen im Wesentlichen frei von Weisungen trifft oder sie maßgeblich beeinflusst; dies kann auch bei Vorgaben insbesondere aufgrund von Rechtsvorschriften, Plänen oder Richtlinien sowie bei Zusammenarbeit mit anderen leitenden Angestellten gegeben sein.

 

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