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468/16 Inhalte im Sicherheitskonzept des Betreibers

468/16 Inhalte im Sicherheitskonzept des Betreibers

Von Thomas Waetke 16. Dezember 2016

Oft werden Anforderungen an das Sicherheitskonzept des Betreibers einer Versammlungsstätte und an das Sicherheitskonzept des Veranstalters miteinander vermischt – weil die Aufgaben von Betreiber und Veranstalter vermischt werden.

Nur für den Betreiber gibt es Vorgaben aus entsprechenden Vorschriften, konkret § 43 Muster-Versammlungsstättenverordnung.

Hiernach muss der Betreiber ein Sicherheitskonzept aufstellen,

  • wenn es die Art der Veranstaltung erfordert (§ 43 Absatz1 MVStättVO), oder
  • bei Versammlungsstätten mit mehr als 5.000 Besucherplätzen (§ 43 Absatz 2 MVStättVO).

Was ist nun Inhalt dieses Sicherheitskonzepts?

Und: Inwieweit muss dieses Konzept auf die individuellen Bedürfnisse der konkreten Veranstaltung angepasst sein?

Meines Erachtens muss es eher umgekehrt sein: Die Veranstaltung muss zum Sicherheitskonzept des Betreibers passen. Der Betreiber erstellt für die “Art der Veranstaltung” ein Konzept, z.B. für Musikkonzerte. Möchte der Veranstalter ein Musikkonzert veranstalten, kann man m.E. das Sicherheitskonzept mit dem Bestuhlungsplan vergleichen: Innerhalb des Rahmens des bestehenden (und ggf. erprobten) Sicherheitskonzepts und Bestuhlungsplans darf sich das Musikkonzert bewegen.

Ein Beispiel: Der Betreiber will keine Pyrotechnik in seinem Haus. Also kann er dies auch vorgeben = sein Sicherheitskonzept sieht dann den Umgang und Maßnahmen für Pyrotechnik nicht vor = der Veranstalter darf keine Pyrotechnik verwenden.

Möchte der Veranstalter Pyrotechnik einsetzen, muss der Betreiber das entweder verhindern, oder sein Sicherheitskonzept diesbezüglich anpassen.

 

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Gitter vor Bühne: © Salvatore Billeci - Fotolia.com