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44/17 Unwetter und ein Todesfall bei Fasching

44/17 Unwetter und ein Todesfall bei Fasching

by 24. Februar 2017

Starke Windboen haben mehrere Veranstalter insbesondere in NRW veranlasst, ihre Faschingsumzüge abzusagen oder abzubrechen.  Bei einer Faschingsveranstaltung in Warstein (NRW) ist am Mittwoch ein Elferratsmitglied während einer Büttenrede verstorben. Der 62-Jährige kippte plötzlich nach vorne um, die Zuschauer dachten noch, es handele sich um einen abgesprochenen Teil der Büttenrede. Nachdem Rettungskräfte den Tod des Mannes festgestellt hatten, wurde die Veranstaltung abgebrochen.

Tatsächlich passiert es durchaus nicht selten, dass bei einer Veranstaltung ein Mensch aufgrund eigener gesundheitlicher Probleme bzw. auf natürliche Weise stirbt. Dafür kann ein Veranstalter natürlich grundsätzlich nicht verantwortlich gemacht werden. Auch ist ein Veranstalter nicht dafür verantwortlich, bspw. einen Sanitätsdienst vorzuhalten für den Fall, dass ein Besucher ärztliche Hilfe benötigt. Dies ist vielmehr eine Frage des Einzelfalls – jedoch trägt Jedermann das höchstpersönliche Lebenrisiko. Grob kann an sagen, dass ein Veranstalter dann einen Sanitätsdienst stellen wird müssen, wenn

  • veranstaltungsspezifische Gefahren bestehen, die nur aufgrund der Veranstaltung überhaupt vorhanden sind,
  • aufgrund des Veranstaltungskonzepts, der Lage des Veranstaltungsortes, der Erreichbarkeit für Rettungskräfte usw. die Anwesenheit eines Sanitätsdienstes geboten ist

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Rettungsdienst-Fahrzeug: © Dron - Fotolia.com