Aktuelles

Urteile, Vorfälle, Kommentierungen...
423/16 Ba-Wü: Bub bei Feuerwehrschau schwer verbrannt

423/16 Ba-Wü: Bub bei Feuerwehrschau schwer verbrannt

by 25. Oktober 2016

Bei einer Vorführung einer Jugendfeuerwehr im Rahmen der Landesgartenschau in Öhringen (Baden-Württemberg) kam es im Juli zu einem schweren Unfall. Als gezeigt werden sollte, wie ein Steinfeuerzeug funktioniert, flog offenbar durch einen Windstoß ein brennender Wattebausch in einen Kinderwagen. Der darin liegende einjährige Bub zog sich schwere Verbrennungen zu und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

An diesem schrecklichen Unfall sieht man, wie schnell etwas passieren kann. Einen Sicherheitsabstand einzuhalten ist bei diesen Vorführungen schwierig, da die Zuschauer sonst nichts mehr sehen können. Umso wichtiger ist aber, dass man im Vorfeld versucht alle möglichen Risiken zu erkennen und dann abzuwägen, welches Risiko mit welcher Wahrscheinlichkeit sich realisieren und welche konkrete Gefahr es darstellen könnte. Klassischerweise spielen dabei eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle, z.B.

  • Dunkelheit / Licht
  • Wind, Wetter
  • Dichte des Publikums
  • Entfernung des Publikums zur Attraktion
  • Bodenbeschaffenheit
  • Temperaturen
  • Uhrzeit
  • Stress, dem Verantwortliche und Besucher ausgesetzt sind
  • Erfahrung der Beteiligten
  • Existenz von gesetzlichen bzw. zumindest anerkannten Regeln und Standards
  • Erkennbarkeit von Risiken für Beteiligte und Besucher
  • Beherrschbarkeit möglicher Gefahren
  • Auswirkungen von Risiken auf Einzelpersonen und die Veranstaltung

 

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Rettungshubschrauber (Symbolbild): © jrmedien_de - Fotolia.com