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41/11 Überfüllte Party aufgelöst

Von Thomas Waetke 13. Februar 2011

In Darmstadt (Hessen) hatten künftige Abiturienten eine Abi-Feier veranstaltet und dafür Werbung auf Facebook gemacht.

Die Veranstalter erwarteten ca. 500 Besucher, und wurden vom tatsächlichen Besucherandrang völlig überrascht. Auf einer Treppe im Eingangsbereich kam es zu einem dichten Gedränge, einzelne Besucher sprangen von der Treppe herunter, um sich in Sicherheit zu bringen. Offenbar war auch der engagierte Sicherheitsdienst überfordert. Als die Polizei anrückte, warteten noch immer über 1.200 Besucher auf Einlass. Die Polizei löste die Veranstaltung auf. Verletzt wurde niemand, neben der Polizei waren auf die Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Werbung ist schön und gut, aber es ist nicht das erste Mal, dass Werbung über Facebook zu einer ausgearteten Veranstaltung geführt hat.

Auch bei dieser Veranstaltung hat sich – wie so oft – der Eingangsbereich als Nadelöhr erwiesen. Hier kam erschwerend noch hinzu, dass der Eingang über eine Treppe erfolgt.

Nicht zuletzt die Ereignisse bei der Loveparade in Duisburg sollten zu der Einsicht führen, dass insbesondere die Einlass-Situation intensiver in die Planungen einbezogen werden muss. Dabei sollte der Veranstalter auch erwägen, die Besucherzuwege nicht zentral über einen Zugang in den Haupteingang zu lotsen, sondern die Tatsache berücksichtigen, dass die Masse der Besucher im Evakuierungsfall die Veranstaltungsstätte über den Weg zu verlassen versucht, den sie hineingekommen sind – warum also die Besucher nicht gleich über die verschiedenen Rettungswege einlassen? Natürlich kostet das den Veranstalter mehr Personal, jedoch ist der Vorteil mit Blick auf die Veranstaltungssicherheit nicht zu vernachlässigen: Verschiedene Besuchergruppen kennen die verschiedenen Wege.

Lässt sich, warum auch immer, die zentrale Zuführung über einen Eingang nicht vermeiden, so müssen im Vorfeld Maßnahmen organisiert sein, die eine Überlastung dieses Zuweges verhindern helfen.