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328/17 Google schränkt Werbemöglichkeit für Ticket-Zweitverkäufer ein

328/17 Google schränkt Werbemöglichkeit für Ticket-Zweitverkäufer ein

1. Dezember 2017

Viele Veranstalter kennen das Problem: Ticketkontingente werden massenhaft aufgekauft, die Tickets landen dann zu deutlich teureren Preisen im Internet im Zweitverkauf. Oftmals wird dann dabei der Eindruck erweckt, es handle sich um offizielle Ticketverkäufe. Das geht teilweise soweit, dass Konzertfans schon den Veranstaltern unterstellen, Tickets absichtlich in den Zweitmarkt zu spülen, um höhere Eintrittspreise zu erzielen. Schätzungen gehen davon aus, dass der Schwarzmarktwert im Milliardenbereich liegt.

Google will nun diesem Markt zumindest die Werbemöglichkeiten beschneiden:

Wer als Ticketreseller künftig mit Google-Adwords Werbung machen will, braucht ab 8. Januar 2018 eine Zulassung. Google möchte damit gegen die auswuchernde Ticket-„Mafia“ vorgehen. Der Zweitverkäufer darf sich dann auch nicht mehr „offiziell“ nennen und den Künstlernamen in die URL aufnehmen.

Ab März 2018 muss der Zweitverkäufer außerdem den ursprünglichen Preis für die Tickets in derselben Währung angeben, so dass der Käufer die Preissteigerung erkennen kann.

Wer gegen die Regeln verstößt, riskiert seine Zulassung für Adwords-Kampagnen. Erstverkäufer sind von den neuen Regelungen nicht betroffen.

Auch die USA haben bereits auf die Zustände im Ticketmarkt reagiert und sog. Ticket-Bots verboten: Damit können die Zweitverkäufer die von Erstverkäufern oder Veranstaltern vorgegebenen Mengenlimits leichter umgehen.

 

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  • Daumen runter!: © Eugenio Maronglu - Fotolia.com