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25/17 Absage von Veranstaltungen nach Terrorabwehr-Auflagen

25/17 Absage von Veranstaltungen nach Terrorabwehr-Auflagen

by 1. Februar 2017

Alsbald stehen Karnevals- und Faschingsumzüge an. Hier und da drohen nun Absagen, da die Veranstalter die Auflagen der Sicherheitsbehörden nicht erfüllen können oder wollen. Jüngst kam ein Kinderkarneval ins Gespräch, für dessen ca. 7,5 Kilometer lange Strecke Straßensperrungen errichtet werden sollten, um einen Terrorangriff mit einem LKW zu verhindern. Würden die Sperren mit Fahrzeugen errichtet werden (immerhin müssen ja ggf. auch Rettungskräfte noch durchkommen), würde man ca. 70 Fahrzeuge mit Fahrern benötigen, so der veranstaltende Verein.

Dabei stellt sich die Frage: Was ist notwendig, um Terrorattacken zu verhindern? Wer ist dafür zuständig? Wo sind Grenzen, d.h. welche Risiken nimmt man in Kauf, welche nicht?

Kurz vor Weihnachten ist ein LKW in einen Berliner Weihnachtsmarkt gefahren, 12 Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Ist die Folge daraus, dass wir nun jede Veranstaltung mit Betonpollern oder Fahrzeugen sichern (müssen)? Was machen wir, wenn ein nächster Terrorangriff mit einer Drohne erfolgt?

Und wie gehen wir im Verhältnis damit um, dass es massenhaft Verletzte gibt durch Alkohol, bspw. durch Schlägereien? Dieses Risiko wird nahezu akzeptiert, da Alkohol „dazu gehört“.

Wie gehen wir damit um, dass bei so mancher Veranstaltung unfähiges, schlecht ausgebildetes und/oder übermüdetes Personal arbeitet, durch das auch Risiken entstehen?

 

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Straßenpoller: © Peer Frings - Fotolia.com