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aus dem Eventrecht
24. Juli 2010

24. Juli 2010

Von Thomas Waetke 24. Juli 2016

Heute vor 6 Jahren ereignete sich in Duisburg auf der Loveparade eine der schlimmsten Katastrophen in Deutschland auf einer Veranstaltung: 21 Menschen kamen in einem Gedränge vor dem Veranstaltungsgelände ums Leben, mindestens 650 wurden verletzt. Die juristische Aufarbeitung dauert noch an, bzw. wird möglicherweise niemals richtig stattfinden: Aktuell prüft das Oberlandesgericht Düsseldorf, ob die Ablehnung des Landgerichts Duisburg, das Strafverfahren zu eröffnen, richtig war.

Nicht nur auf der Loveparade, auch anderswo kommt es zu schweren Unfällen mit Verletzten und Toten, traumatisierten Opfern und Hinterbliebenen.

Ich wünsche mir, dass die Verantwortlichen das Thema Sicherheit ernst nehmen, und dabei weder unter- noch übertreiben. Und verantwortlich sind nicht nur Polizei, Feuerwehr, Veranstalter, Betreiber usw., sondern auch die Ausbildungsbetriebe, Dozenten und Berufsschulen ebenso wie Berater, Agenturen und Auftraggeber.

Wenn noch immer nach außen hin das Fähnchen der Redlichkeit und Rechtskonformität geschwenkt wird, aber das Fähnchen ganz schnell wieder eingepackt wird, sobald es doch teuer oder unangenehm wird, weil Vorschriften doch „stören“, dann haben wir nichts gelernt.

Wenn Unternehmen in ihren Compliance-Regeln vorgeben, man möge sich an Recht und Gesetz halten, aber nicht bereit sind, dafür die notwendigen Ressourcen freizugeben, haben wir nichts gelernt.

Wenn notwendige Maßnahmen eingespart werden und dann die Keule „Das macht doch jeder“ oder „So macht man die Kultur kaputt“ geschwungen wird, dann haben wir nichts gelernt.

Wenn Verstöße gegen gesetzliche Höchstarbeitszeiten mit dem Kommentar abgetan werden „Das ist in unserer Branche halt so“, dann haben wir nichts gelernt.

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