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162/16 Hillsborough 1989: Vertuschung durch die Polizei

162/16 Hillsborough 1989: Vertuschung durch die Polizei

Von Thomas Waetke 30. April 2016

Das Urteil zur Hillsborough-Katastrophe ist da: Vor 27 Jahren starben bei einem Fußballspiel zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forest 96 Zuschauer, Hunderte wurden verletzt, als es in einem Zuschauerbereich zu einer Panik kam.

Eine erste Untersuchung kam 1991 zu dem Schluss, dass für den „Unfall“ niemand verantwortlich gemacht werden könne. 11 Jahre später hatte dann ein Gericht dieses Urteil aufgehoben und eine neue Untersuchung angeordnet. Ein beteiligter Polizeibeamter hatte zugegeben, seinerzeit gelogen zu haben: Damals wurde behauptet, Fans hätten selbst die Zugänge zu den Tribünen geöffnet, so dass dorthin weitere Fans gedrückt hatten, was dann zu der Katastrophe geführt hatte. Tatsächlich habe die Polizei damals entschieden, das Tor zu öffnen, was aber jahrelang vertuscht worden war.

Eine neue Jury hat seitdem hunderte Zeugenaussagen, Bilder und Videos von dem Unglück neu ausgewertet. Das Gericht in Warrington entschied nun, dass eine Fehleinschätzung der Polizei, und nicht wie bisher vermutet das Verschulden der Fans für die Katastrophe verantwortlich ist. Den Sicherheitsbehörden in South Yorkshire wird vorgeworfen, ihre Schuld an der Katastrophe jahrelang verschleiert zu haben.

Mehrere Angehörige haben nach dem Urteil bereits Klage gegen die Polizei wegen Amtsmissbrauchs eingereicht.

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