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13/17 Befristete Arbeitsverträge: Schriftform notwendig!

13/17 Befristete Arbeitsverträge: Schriftform notwendig!

Von Thomas Waetke 19. Januar 2017

Ein Fallstrick findet sich bei befristeten Arbeitsverträgen: Diese müssen in Schriftform geschlossen werden (korrekterweise: Die Schriftformabrede muss in Schriftform erfolgen).

Ein unbefristeter Arbeitsvertrag kann schriftlich, mündlich oder durch schlüssiges Verhalten geschlossen werden. Nicht so eben der befristete Arbeitsvertrag: Hier müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils im Original den Arbeitsvertrag unterschreiben (§ 14 Absatz 4 Teilzeit- und Befristungsgesetz).

Fehlt diese besondere Form, kommt ein unbefristeter Arbeitsvertrag zustande!

Das bedeutet: Vor Arbeitsantritt müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf (zumindest) einem Dokument im Original unterschreiben. Fax, E-Mail, Handschlag usw. ist nicht zulässig. Problematisch kann es auch sein, wenn der Arbeitgeber den Vertrag unterschrieben zum Arbeitnehmer schickt, der ihn zu Hause unterschreibt aber vergisst, ihn dann zum Arbeitsantritt mitzubringen. Wenn der Arbeitgeber ihn nun arbeiten lässt (“bring den Vertrag dann morgen mit”), dann fehlt die Schriftform – es kommt ein unbefristeter Arbeitsvertrag zustande.

 

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