Aktuelles

128/11 Berechnung der Teilnehmerzahl bei Betriebsfest

Von Thomas Waetke 2. Mai 2011

Betriebsveranstaltungen werden von vielen Unternehmen durchgeführt, und auch Agenturen haben sich auf die Planung spezialisiert. Vornehmlich tauchen dabei zwei rechtliche Probleme auf: Das Thema Haftung und das Thema Steuerrecht.

Mit letzterem befasst sich nun wiederholt der Bundesfinanzhof (kurz: BFH). Der BFH prüft eine Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf: Dort ging es um die Frage, wie die Freigrenze bemessen wird, wenn weniger als die geplanten Teilnehmer teilnehmen.

Die Freigrenze für Betriebsveranstaltungen liegt bei 110 Euro pro Teilnehmer. Wird die Grenze überschritten, wird der Betrag steuerpflichtig.

Für die Berechnung der Freigrenze sind alle Kosten zu addieren und durch die Teilnehmerzahl zu dividieren. Wenn aber weniger Mitarbeiter tatsächlich teilnehmen als ordnungsgemäß geplant, ist es nach Auffassung des Finanzgerichts Düsseldorf gerechtfertigt, auf die geplante Teilnehmerzahl abzustellen.

Der BFH prüft nun die Frage, ob auf geplante oder tatsächliche Teilnehmerzahlen abzustellen ist – die Antwort wird erhebliche Auswirkungen für den Arbeitgeber (sowie für die organisierende und beratende Agentur) haben und bleibt mit Spannung abzuwarten.