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111/17 Terrorabwehr: Schwerverletzter bei Selbstversuch

111/17 Terrorabwehr: Schwerverletzter bei Selbstversuch

by 8. Mai 2017

Ein Test zur Terrorabwehr ist in Fürstenhagen (Niedersachsen) gründlich schief gegangen: Auf einem Privatgelände hat ein Unternehmen seine selbstgebaute LKW-Sperre getestet und ist mit einem LKW gegen die Sperre gefahren. Insoweit war der Test erfolgreich: Der LKW wurde recht brachial gestoppt. Allerdings wurde der Test-LKW nicht wie üblich ferngesteuert, sondern von einem 48-jährigen Fahrer gelenkt. Dieser wurde bei dem heftigen Aufprall schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Zu dem Vorfall findet sich ein Handyvideo eines Zuschauers im Internet.

Vor Ort war eine Vielzahl von Rettungskräften, die Pressemeldungen zufolge glaubten, dass die Testfahrt genehmigt sei; ihnen sollte zu Übungszwecken der LKW zur Verfügung gestellt werden. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen Körperverletzung und gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr.

Der Vorfall fand bereits vor ca. 2 Wochen statt.

Kurz zuvor hatte die DEKRA in einem Test festgestellt, dass die vielfach eingesetzten Betonblöcke einem Aufprall eines LKW nicht standhielten (siehe meinen Bericht hier).

 

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Polizeigitter: © Tom-Hanisch - Fotolia.com