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Rettungswege auf Kirmes

Rettungswege auf Kirmes

Von Thomas Waetke 3. September 2010

Der Chef der Feuerwehr Bonn hat ein Sicherheitskonzept für die bald stattfindende Kirmes „Pützchens Markt“ erstellt, das u.a. auf die Vorkommnisse bei der Loveparade in Duisburg reagiert.

Die Hauptforderung des Konzepts:

  • Mehr Rettungswege: u.a. maximale Fluchtweglänge 60 Meter, entgegengesetzte Ausgänge, Mindestbreite immer 1,20 Meter, normale Wegbreite 6 Meter.
  • Anforderungen an die Bauten: Mindestens 5 Meter Abstand zwischen den Kirmesbuden; Verringerung auf 2 Meter, wenn eine Brandsicherheitswache gestellt wird; keine Überbauten unter 4 Meter.
  • Weniger Stände.
  • Geringere Besucherdichte.

Wir sind gespannt, wie es weitergeht. Dem Bericht der Kölnischen Rundschau jedenfalls ist zu entnehmen, dass nicht jeder Beteiligte und Unbeteiligte dem Feuerwehrchef und sein Konzept lieb gewonnen hat. So soll der CDU-Fraktionsvorsitzende in Beuel gesagt haben, dass Verbesserungen und Änderungen möglich seien, er aber auch davor warnt, dass es nach so vielen Jahren erfolgreichens und reibungslosen Ablaufs der Großveranstaltung keinen Grund für die „Holzhammer-Methode“ gebe.

Diesbezüglich sei daran erinnert, dass vor dem 24.07.2010 in Duisburg die Loveparade erfolgreich und (mehr oder weniger) reibungslos verlaufen war. Es liegt in der Natur der Sache, dass es immer ein erstes Mal geben muss; das Argument, „das war schon immer so“, darf kein Argument sein, Sicherheitsbedenken außen vor zu lassen. Nichts desto trotz muss natürlich geprüft werden, ob und welche Sicherheitsanforderungen sinnvoll sind vor dem Hintergrund: Der Veranstalter muss das Zumutbare und Erforderliche tun, um Schaden von seinen Besuchern abzuhalten.

 

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