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aus dem Eventrecht

100 Tage Duisburg

Von Thomas Waetke 8. November 2010

RTL II hatte gestern in einer Reportage „100 Tage Duisburg“ die Geschehnisse um die Katastrophe von Duisburg bei der Loveparade 2010 beleuchtet.

Eine Aufklärung bzw. der Versuch einer Aufklärung erfolgt durch die Justiz. Bedauerlich und für die Betroffenen unzumutbar ist, dass keiner der Verantwortlichen bisher zumindest eine politische oder moralische Verantwortung übernommen hat – ungeachtet der tatsächlichen juristischen Verantwortung.

Die Umstände, die die Reportage auch nochmals zusammengefasst hat, zeigen aber deutlich:

  • Was bringen die besten Gesetze, wenn sie nicht eingehalten werden? Was hilft das beste Sicherheitskonzept, wenn einzelne Beteiligte das Konzept nicht kennen oder umsetzen können/wollen?
  • Keiner will verantwortlich sein, oder, noch schlimmer, keiner weiß, wer wirklich für was verantwortlich ist. Die Beteiligten schieben sich die Verantwortung gegenseitig in die Schuhe. Daher sollte der Gesetzgeber z.B. die Einführung einer „Impressumspflicht“ (siehe unsere News vom 12.08.2010) oder einer „Prüfliste“ erwägen.

Wie schon an anderer Stelle gesagt, muss die eigentliche Ursache noch gefunden werden. Pressemeldungen zufolge waren bspw. deutlich weniger Notausgänge vorhanden als in der SBauO gefordert. Allerdings hat diese Tatsache nicht zu dem Unglück geführt. Hier fehlt also die so genannte Kausalität zwischen Fehler und Folge.